SPD-Vize Heidi Keck rät von teuren Einmal-Masken ab

Veröffentlicht am 23.04.2020, 10:24 Uhr     Druckversion

Die Bundeskanzlerin hat sie „dringend empfohlen“, die Bundesländer machen sie nach und nach zur Pflicht: die Mund-Nase-Masken müssen ab Mittwoch, 29. April 2020, auch in Schleswig-Holstein getragen werden, und zwar im Öffentlichen Nahverkehr, beim Einkaufen und auf Märkten. 

Die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Heidi Keck, selbst Ärztin, bemängelt, dass wichtige Fragen der Umsetzung offengeblieben sind, zum Beispiel woher massenweise Masken kommen, die die Bevölkerung nun kurzfristig benötigt. Außerdem konnte sie in ihrer Heimatstadt Wedel beobachten, dass plötzlich vielen Bürgerinnen und Bürgern teilweise für teures Geld die falschen Masken angeboten wurden. Heidi Keck appelliert an die Kreis-Pinneberger:

Bitte erwerben Sie keine sogenannten FFP 2 oder FFP 3 Masken zum Alltagsgebrauch. Diese Masken sind für ärztliches und pflegerisches Personal dringend von Nöten und zudem auch nur zum einmaligen Gebrauch gedacht.

Auch die sogenannten Chirurgischen Masken sind Einmal-Masken und nicht zum dauerhaften Gebrauch vorgesehen. Damit schützen Ärzte, Pfleger und Therapeuten ihre Patienten. Sie sind durchaus auch im Sinne der allgemeinen Maskenpflicht sinnvoll einzusetzen, allerdings nicht waschbar. Die Sozialdemokratin hat beobachtet, dass diese Masken zum Stückpreis von 3 Euro in Wedeler Apotheken angeboten wurden. „Zu diesem Preis ist ein Einmalartikel nicht zu empfehlen“, rät die Ärztin den Bürgern.

Selbstgenähte Masken, wie sie mittlerweile vielerorts angeboten werden, erfüllen denselben Zweck: Schutz der Mitmenschen. Sie können bei 60 Grad gewaschen werden. Ein fünfminütiges Auskochen oder fünfminütiges gründliches Bügeln sind ausreichend, um auch beim nächsten Einkauf wieder geschützt zu sein, so Heidi Keck. 

In diesem Zusammenhang bedankt sie sich bei den vielen lokalen Initiativen zur Herstellung solcher Alltagsmasken und schlägt vor, die Stoffmasken auch in Rathäusern und anderen öffentlichen Stellen anzubieten.

Homepage: SPD-Pinneberg


Kommentare

Keine Kommentare
 
Kommunalwahl 2018